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Wissenswertes über Milchzähne

Wissenswertes über Milchzähne

Hier finden Sie Antworten auf häufig gestellte Fragen – Bitte wählen Sie eine aus!

In welchem Alter soll mein Kind zum ersten Mal zum Zahnarzt?

Wir empfehlen einen Besuch schon ab dem ersten Milchzahn. Der erste Termin dient vor allem Ihrer Aufklärung als Eltern. Sie erhalten Informationen und Empfehlungen zu Ernährung, Zahnpflege, Schnuller, Flasche usw., damit Sie die Mundgesundheit Ihres Kindes von Anfang an optimal unterstützen können. Ein weiterer Vorteil: Die Kinder können bei diesen frühen Terminen bereits allmählich Vertrauen aufbauen und lernen uns nicht erst kennen wenn schon eine Behandlung notwendig ist.

Warum werden kaputte Milchzähne nicht einfach gezogen?

Gesunde Milchzähne sind nicht nur zum Kauen, Sprechen und selbstbewusstem Lachen wichtig! Sie sind Vorraussetzung für gesunde zweite Zähne. Bis die bleibenden Zähne durchbrechen, dienen die Milchzähne als Platzhalter. Ein vorzeitiger Verlust kann zu erheblichem Platzmangel im Gebiss führen. Nur eine aufwendige Zahnregulierung kann dann noch helfen, ausreichend Platz für die bleibenden Zähne zu schaffen. Je früher ein kleines Loch entdeckt und repariert wird desto besser ist es, denn Karies kann in Milchzähnen genauso wie bei Erwachsenenzähnen Schmerzen verursachen und Entzündungen mit eitrigen Abszessen hervorrufen. Es besteht auch die Gefahr, dass die Kariesbakterien in kranken Milchzähnen die bereits durchgebrochenen, bleibenden Zähne anstecken.

Ist ein Milchzahn bereits zu tief zerstört muss er dennoch entfernt werden. Als Ersatz fertigen wir einen künstlichen Platzhalter (Lückenhalter) an, der bis zum Durchbruch des neuen Zahns getragen werden kann.

Wann fallen Milchzähne aus?

Die ersten Zähne sind meist die unteren und dann die oberen Schneidezähne. Sie fallen im Alter zwischen 5 und 7 Jahren aus. Die letzten Zähne (Milchbackenzähne) werden erst zwischen dem 10. und 12. Lebensjahr durch bleibende Zähne ersetzt. Dies ist allerdings nur ein Durchschnittswert, bei manchen Kindern geschieht der Zahnwechsel früher, bei anderen kann es wesentlich länger dauern.

Ab wann sollten Kinder ihre Zähne putzen und worauf ist zu achten?

Mit der Zahnpflege sollte bereits nach dem Durchbruch des ersten Milchzahns begonnen werden. Zu Beginn reicht die abendliche Reinigung mit einem weichen Tuch oder Wattestäbchen. Später sollten Kinderzahnbürsten Verwendung finden. Wenn Ihr Kind Fluoridtabletten bekommt, ist es besser, nur Wasser oder nicht fluoridierte Zahnpasta zu verwenden. Dazu beraten wir Sie gerne.

Ab dem 2. Lebensjahr sollten die Milchzähne morgens und abends mit einer erbsengroßen Menge fluoridierter Kinderzahnpasta geputzt werden. Lassen Sie ihr Kind das Zähneputzen ruhig selbst erlernen, putzen Sie die Zähne bis zur dritten Schulklasse aber auf jeden Fall einmal täglich nach oder vor!

Ab dem 6. Lebensjahr oder ab dem Durchbruch der ersten bleibenden Zähne sollte Ihr Kind Zahnpasta mit einer höheren Fluoridmenge (normale Erwachsenenzahnpasta oder Juniorzahnpasta) benutzen.

Manche Kinder mögen es nicht, die Zähne geputzt zu bekommen. Versuchen Sie es mit Spielen, Vorsingen und Ablenkungen. Notfalls halten Sie ihr Kind fest. Keine Sorge, Sie traumatisieren ihr Kind dadurch nicht, denn weder das Zähneputzen noch das sanfte Festhalten tut weh. Im Gegenteil: Lassen Sie Ihrem Kind den Willen, wird das Zähneputzen täglich zur Stresssituation.

Ist nuckeln an Schnuller, Daumen oder Finger schädlich?

Wenn ein Kind über einen längeren Zeitraum besonders häufig nuckelt, egal ob an Fingern oder Schnuller, können Zahnfehlstellungen entstehen. Meistens entsteht der sog. „offene Biss”, bei dem die vorderen Schneidezähne beim Zubeißen nicht mehr zusammenkommen. Dadurch können Probleme beim „Abbeißen” entstehen, in manchen Fällen fängt das Kind auch an zu lispeln.

Den Schnuller sollten Kinder nicht länger als bis zum 2.Lebensjahr benutzen, meist geben sie ihn in diesem Alter bereitwillig ab. Das Daumen- oder Fingerlutschen gewöhnen sich viele Kinder weniger leicht ab. Was die Eltern dennoch gegen das Nuckeln unternehmen können, erfahren Sie von unserem Team.

Was muss ich bei einer zahnschonenden Ernährung beachten?

Karies entsteht nur, wenn die Erreger die Zähne oft genug angreifen können und keine Zeit zur Regeneration bleibt. Nuckelt ein Kind den ganzen Tag über oder auch in der Nacht an einer Flasche mit Saft, Saftschorle oder Kindertee, werden die Milchzähne permanent mit Bakterien konfrontiert - ein hohes Kariesrisiko ist die Folge.

Viel wichtiger als eine zuckerfreie Ernährung ist daher die Einschränkung von süßen und säurehaltigen Getränken. Hierzu zählen auch die als „zuckerfrei” deklarierten Säfte, da sie eine große Menge Fruchtzucker enthalten!

Sie sollten Ihrem Kind nur zu den Mahlzeiten zucker- oder säurehaltige Getränke anbieten (maximal 2x am Tag). Den Rest des Tages geben sie ihrem Kind stilles Mineralwasser zum Trinken.

Leider mögen nicht alle Kinder, die einmal süße Getränke kennen gelernt haben, Wasser. Um den Kindern Wasser wieder schmackhaft zu machen, muss man manchmal zu einigen Tricks greifen. Dabei helfen wir gerne.

Was kann man beim Zahnen von Kleinkindern machen? 

wenn neue Zähne ("Zahnen") durch das Zahnfleisch zu stoßen beginnen - sei es beim Säugling mit den Milchzähnen oder beim Heranwachsenden mit den Weisheitszähnen - kommt es immer wieder zu Entzündungen des darüber liegenden Zahnfleischs.

In der Volksmedizin hat sich das Kauen von Veilchenwurzeln und Fenchelstängeln als Linderung bewährt, aber Achtung: diese Präparate sind häufig mit Bakterien verunreinigt. Zusätzlich kann eine Kühlung der Wange mit kalten Umschlägen erfolgen, notfalls kann vorübergehend ein Zäpfchen (Paracetamol) gegeben werden.

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Was tun, wenn keine Zahnbürste zur Hand ist?

Unterwegs, während der Arbeit oder im Restaurant – auch hier kann etwas gegen Karies-Säuren getan werden. Zahnpflegende Kaugummis oder Drops neutralisieren kariesverursachende Säuren. Der natürliche Kariesschutz, der Speichel, wird stimuliert. Über den Speichel nehmen die Zähne Mineralien auf, die die Zahnsubstanz wieder härten.

Zähneputzen ... aber wann?

Zum kleinen Zahnpflege 1x1 gehört das Zähneputzen möglichst nach jeder Hauptmahlzeit, zumindest aber morgens nach dem Frühstück und abends vor dem Schlafengehen.

Wichtig
Nach dem Verzehr von sauren Lebensmitteln (z.B. Obst, Salat, Fruchtsäfte, Softdrinks oder Joghurtprodukte) sollte man mit dem Zähneputzen mind. eine halbe Stunde warten, da sonst die natürliche Schutzschicht der Zähne angegriffen wird.

Zahnfleisch: Entzündung und Bluten

  • Lauwarm mit Spülungen, die Chlorhexidin enthalten, mit Salbeitee oder Kamillentee spülen.
  • Reizende Gegenstände wie Prothesen und Regulierungen entfernen.
Dauerhafte Verbesserung des Zahnfleischblutens ist nur durch gute Mundhygiene und Prophylaxe gegen Parodontose zu erreichen.

Keine Plaque – Nur ein Traum?

Falsch: Rundum saubere Zähne können heute von (fast) jedem erreicht werden – die nötige Disziplin und die passenden Hilfsmittel vorausgesetzt. Sanfte Borsten, kleinköpfige Zahnbürsten und raumfüllende Zahnzwischenraum- Bürstchen machen den Traum wahr.

3 mal täglich 3 Minuten sind genug!

Falsch: Weder die Dauer noch die Häufigkeit, sondern allein das „Wie“ zählen. Für jeden Einzelnen ist die Empfehlung anders, um das Resultat - rundum saubere Zähne- zu erreichen. Einmal täglich - gründlich und richtig ist besser als 3 x „husch husch“!

Kreuzborsten und flexibler 3- Komponenten- Griff als ideale Mundhygiene- Garanten?

Nein: Handelsübliche Zahnborsten mit Kreuzborsten verfügen meistens über einen zu großen Kopf und über zu harte und zu dicke Borsten. Ein Federgriff mindert zwar den Druck hinterlässt dafür ungeputzte Stellen am Zahnfleischsaum. Anschmiegsame weiche Borsten und kleiner Bürstenkopf leisten gerade hier Wunder. Abfederung ist ein „Muss“ für die Borsten - nicht für den Griff!

Mundspülungen schaffen dort Erfolg, wo die Zahnbürste versagt?

Falsch: Keine Spülflüssigkeit kann Plaque selbstständig entfernen. Nur die regelmäßige, gründliche manuelle Reinigung des kritischen Zahnfleisch - Saums und des noch wichtigeren Interdental - Bürsten schützt nachhaltig.

Zahnprobleme liegen bei uns in der Familie – da kann man nichts machen!

Falsch: Karies und Parodontitis sind keine Erbkrankheiten- selbst bei genetisch begründeter Zahnschwäche ist gründliche Mundhygiene die sichere Chance für gesunde Zähne.

Keine Schmerzen, kein Bluten – also kein Problem?

Falsch: Parodontitis ist schmerzlos, Mundgeruch ist schmerzlos, Karies fängt schmerzlos an. Deshalb kann im kritischen Interdentalraum die entzündliche und kariogene Plaque während Monaten oder Jahren unbemerkt ihre zerstörende Wirkung entfalten.

Mundgesundheit ist doch eigentlich egal!

Falsch: Niemand riecht gern aus dem Mund. Niemandem ist Zahnverlust gleichgültig! Aber wo sich Irrglaube mit Nachlässigkeit paart, entstehen schwerwiegende Gesundheitsrisiken. Hilfe ist möglich durch sensibles Bewusstmachen der Zusammenhänge und Selbsthilfe- Möglichkeiten.

Richtige Mundhygiene, einmal erklärt - für immer verstanden!

Falsch: In Sachen Hygiene benötigt jedermann Anleitung und ständige Anregung! Ohne didaktisch korrekte Unterweisung und geeigneten Hilfsmitteln, einem mehrstufigen Nachfass- System und Selbstmotivations- Hilfen (z. B. prüfen, ob sich Zähne „pelzig“ anfühlen) bleibt effektive Plaque-Kontrolle ein Traum.

Zähne härten mit Fluorid

In Verbindung mit Speichel fördert Fluorid die Härtung der Zähne. So werden die Zähne widerstandsfähiger gegen aggressive Säuren, die von Plaque-Bakterien im Mund gebildet werden. Zwar ist Fluorid ein natürlicher Bestandteil der Nahrung, doch meist wird der tägliche Bedarf nicht allein über die Lebensmittel gedeckt.

Täglich Fluoride sind eine Schutzgarantie!

Falsch: Unter bestehenden Zahnbelägen können Fluoride nicht schützen. Fluoridierte Plaque ist genau so schädlich wie die unfluoridierte. Für beide gilt: sie führen zu Approximal-Karies und Parodontitis - mit Fluor einfach später.

Zahnseide und Mundspülungen

Mit diesen Hilfsmitteln können schwer zugängliche Zahnzwischenräume erreicht und gesäubert werden. Mundspülungen sind besonders für Träger von Zahnspangen zu empfehlen.

Schlechter Mundgeruch kommt vom Magen!

Falsch: Abgesehen von Tabak, Kaffee, Knoblauch, Zwiebeln usw.- Unangenehmer Mundgeruch entsteht durch sich zersetzende Plaque - Bakterien, die in den Zahnfleischtaschen und auf der Zunge verwesen.

Fluorid – aber wie?

Fluoridhaltige Zahnpasta, Fluorid-Gel oder -Lösung sind die Idee, um den täglichen Fluorid-Bedarf zu decken.

Auch das Kochen und Würzen mit fluoridhaltigem Speisesalz ist eine gute Möglichkeit.

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