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Putzen von Kinderzähnen

Putzen von Kinderzähnen

Zahnpflege von Geburt an ist die wichtigste Maßnahme von Eltern, damit die Zähne ihrer Kinder gesund und schön bleiben. Wie das geht, zeigen nachfolgende altersgemäße Tipps, die sich für Eltern im Alltag bewährt haben.

Tipp1

Eltern streichen zunächst über den noch zahnlosen Kieferkamm und massieren ihn vorsichtig. Man kann fühlen, dass aus dem weichen Kieferkamm beim einschießen der Milchzähne eine harte Zahnleiste wird. Eltern können die Milchzähne wie „Perlen unter der Schleimhaut stehen sehen“. Ab dem ersten Milchzahn können Eltern so immer vor dem Schlafengehen die Milchzähne ihres Kindes mit einer Kinderzahnbürste und einem Hauch Kinderzahnpasta putzen.

 
Tipp 2

Auf dem Wickeltisch beim Windeln wechseln: Das Köpfchen des Kindes wird durch ein Nestchen stabil gehalten, mit der freien Hand hält die Mutter die Händchen ihres Kindes.

 
Tipp 3

Auf dem Schoß: Der Popo des Kindes wird so weit zum Bauch gezogen, dass die Beinchen bequem rechts und links strampeln können, ohne dass das Baby sich wegstoßen kann; die freie Hand kann die Ärmchen locker halten, im direkten Blickkontakt können Eltern und Kind sich prima unterhalten und gleichzeitig die Zähne putzen. Bald wollen die Kinder selbst putzen, denn Zähneputzen macht Spaß und ist interessant, zum Beispiel morgens nach dem Frühstück. Zusätzlich putzen die Eltern jeden Abend vor dem Schlafengehen alle Zähne ihres Kindes mit einer Kinderzahnbürste und Kinderzahnpasta von allen Seiten sauber – entsprechend den Fluoridierungsemfpehlungen der Deutschen Gesellschaft für Zahn-, Mund-, zweimal täglich die Zähne mit einer höchstens erbsengroßen Menge Kingerzahnpasta (maximal 500 ppm Fluorid) zu putzen. Bis zum zweiten Geburtstag ist es ausreichend, einmal täglich zu putzen.

 
Tipp 4

Schön kuschelig und bequem für Mutter und Kind ist die Zahnpflege im Bettchen als Teil des abendlichen Rituals: Waschen – Schlafanzug anziehen – Zähne putzen – Geschichte vorlesen – einschlafen. Egal, ob Kinder bei der Zahnpflege liegen, sitzen oder leicht aufrecht im Arm gehalten werden, sie verschlucken im Kleinkind- und Kindergartenalter sowieso die Zahnpasta. Sie können altersgemäß noch nicht kontrolliert ausspucken so wird oft erst geschluckt und dann ausgespuckt.

 
Tipp 5

Zusätzliches putzen beim fünf- bis siebenjährigen Kind abends im Bad: das Kind und die Mutter sitzen sich bequem gegenüber.

 
Tipp 6

Phasenweise wehren sich Kinder gegen die Zahnpflege. Abhilfe schafft dann, von einem Tagesereignis zu erzählen oder die Aufmerksamkeit des Kindes auf bekannte Personen, Tiere oder Spielsachen zu lenken. Das Thema Zähneputzen wird gar nicht ausgesprochen, sondern es „passiert einfach nebenbei“ – warum nicht einmal vor dem Fernsehen (Abb. 6) oder beim Spielen? Oft hilft das Personalisieren von Zähnen und Zahnbelag im elterlichen Gespräch mit dem Kind – etwa nach folgenden Beispielen: „Deine Zähne rufen: Wir wollen sauber sein und strahlen! Wir wollen geputzt werden!“ oder „Jetzt jagen wir die ganze Karies – Bande (Zahnteufel, Zahnmonster) raus aus deinem Mund!“ oder „Da hinten versteckt sich einer, den haben wir gleich. Weg vom Zahn, raus aus dem Mund!“ Abwechslung bringt neuen Spaß am Zähneputzen, dazu gehören das Anfärben der Zahnbeläge beim älteren Kind, eine neue Zahnbürste, selbst Zahnpasta aussuchen und vieles mehr.

 
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Was tun, wenn keine Zahnbürste zur Hand ist?

Unterwegs, während der Arbeit oder im Restaurant – auch hier kann etwas gegen Karies-Säuren getan werden. Zahnpflegende Kaugummis oder Drops neutralisieren kariesverursachende Säuren. Der natürliche Kariesschutz, der Speichel, wird stimuliert. Über den Speichel nehmen die Zähne Mineralien auf, die die Zahnsubstanz wieder härten.

Zähneputzen ... aber wann?

Zum kleinen Zahnpflege 1x1 gehört das Zähneputzen möglichst nach jeder Hauptmahlzeit, zumindest aber morgens nach dem Frühstück und abends vor dem Schlafengehen.

Wichtig
Nach dem Verzehr von sauren Lebensmitteln (z.B. Obst, Salat, Fruchtsäfte, Softdrinks oder Joghurtprodukte) sollte man mit dem Zähneputzen mind. eine halbe Stunde warten, da sonst die natürliche Schutzschicht der Zähne angegriffen wird.

Zahnfleisch: Entzündung und Bluten

  • Lauwarm mit Spülungen, die Chlorhexidin enthalten, mit Salbeitee oder Kamillentee spülen.
  • Reizende Gegenstände wie Prothesen und Regulierungen entfernen.
Dauerhafte Verbesserung des Zahnfleischblutens ist nur durch gute Mundhygiene und Prophylaxe gegen Parodontose zu erreichen.

Keine Plaque – Nur ein Traum?

Falsch: Rundum saubere Zähne können heute von (fast) jedem erreicht werden – die nötige Disziplin und die passenden Hilfsmittel vorausgesetzt. Sanfte Borsten, kleinköpfige Zahnbürsten und raumfüllende Zahnzwischenraum- Bürstchen machen den Traum wahr.

3 mal täglich 3 Minuten sind genug!

Falsch: Weder die Dauer noch die Häufigkeit, sondern allein das „Wie“ zählen. Für jeden Einzelnen ist die Empfehlung anders, um das Resultat - rundum saubere Zähne- zu erreichen. Einmal täglich - gründlich und richtig ist besser als 3 x „husch husch“!

Kreuzborsten und flexibler 3- Komponenten- Griff als ideale Mundhygiene- Garanten?

Nein: Handelsübliche Zahnborsten mit Kreuzborsten verfügen meistens über einen zu großen Kopf und über zu harte und zu dicke Borsten. Ein Federgriff mindert zwar den Druck hinterlässt dafür ungeputzte Stellen am Zahnfleischsaum. Anschmiegsame weiche Borsten und kleiner Bürstenkopf leisten gerade hier Wunder. Abfederung ist ein „Muss“ für die Borsten - nicht für den Griff!

Mundspülungen schaffen dort Erfolg, wo die Zahnbürste versagt?

Falsch: Keine Spülflüssigkeit kann Plaque selbstständig entfernen. Nur die regelmäßige, gründliche manuelle Reinigung des kritischen Zahnfleisch - Saums und des noch wichtigeren Interdental - Bürsten schützt nachhaltig.

Zahnprobleme liegen bei uns in der Familie – da kann man nichts machen!

Falsch: Karies und Parodontitis sind keine Erbkrankheiten- selbst bei genetisch begründeter Zahnschwäche ist gründliche Mundhygiene die sichere Chance für gesunde Zähne.

Keine Schmerzen, kein Bluten – also kein Problem?

Falsch: Parodontitis ist schmerzlos, Mundgeruch ist schmerzlos, Karies fängt schmerzlos an. Deshalb kann im kritischen Interdentalraum die entzündliche und kariogene Plaque während Monaten oder Jahren unbemerkt ihre zerstörende Wirkung entfalten.

Mundgesundheit ist doch eigentlich egal!

Falsch: Niemand riecht gern aus dem Mund. Niemandem ist Zahnverlust gleichgültig! Aber wo sich Irrglaube mit Nachlässigkeit paart, entstehen schwerwiegende Gesundheitsrisiken. Hilfe ist möglich durch sensibles Bewusstmachen der Zusammenhänge und Selbsthilfe- Möglichkeiten.

Richtige Mundhygiene, einmal erklärt - für immer verstanden!

Falsch: In Sachen Hygiene benötigt jedermann Anleitung und ständige Anregung! Ohne didaktisch korrekte Unterweisung und geeigneten Hilfsmitteln, einem mehrstufigen Nachfass- System und Selbstmotivations- Hilfen (z. B. prüfen, ob sich Zähne „pelzig“ anfühlen) bleibt effektive Plaque-Kontrolle ein Traum.

Zähne härten mit Fluorid

In Verbindung mit Speichel fördert Fluorid die Härtung der Zähne. So werden die Zähne widerstandsfähiger gegen aggressive Säuren, die von Plaque-Bakterien im Mund gebildet werden. Zwar ist Fluorid ein natürlicher Bestandteil der Nahrung, doch meist wird der tägliche Bedarf nicht allein über die Lebensmittel gedeckt.

Täglich Fluoride sind eine Schutzgarantie!

Falsch: Unter bestehenden Zahnbelägen können Fluoride nicht schützen. Fluoridierte Plaque ist genau so schädlich wie die unfluoridierte. Für beide gilt: sie führen zu Approximal-Karies und Parodontitis - mit Fluor einfach später.

Zahnseide und Mundspülungen

Mit diesen Hilfsmitteln können schwer zugängliche Zahnzwischenräume erreicht und gesäubert werden. Mundspülungen sind besonders für Träger von Zahnspangen zu empfehlen.

Schlechter Mundgeruch kommt vom Magen!

Falsch: Abgesehen von Tabak, Kaffee, Knoblauch, Zwiebeln usw.- Unangenehmer Mundgeruch entsteht durch sich zersetzende Plaque - Bakterien, die in den Zahnfleischtaschen und auf der Zunge verwesen.

Fluorid – aber wie?

Fluoridhaltige Zahnpasta, Fluorid-Gel oder -Lösung sind die Idee, um den täglichen Fluorid-Bedarf zu decken.

Auch das Kochen und Würzen mit fluoridhaltigem Speisesalz ist eine gute Möglichkeit.

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