Was tun, wenn keine Zahnbürste zur Hand ist?
Unterwegs, während der Arbeit oder im Restaurant – auch hier kann etwas
gegen Karies-Säuren getan werden. Zahnpflegende Kaugummis oder Drops
neutralisieren kariesverursachende Säuren. Der natürliche Kariesschutz,
der Speichel, wird stimuliert. Über den Speichel nehmen die Zähne
Mineralien auf, die die Zahnsubstanz wieder härten.
Zähneputzen ... aber wann?
Zum kleinen Zahnpflege 1x1 gehört das Zähneputzen möglichst nach jeder
Hauptmahlzeit, zumindest aber morgens nach dem Frühstück und abends vor
dem Schlafengehen.
Wichtig
Nach dem Verzehr von sauren Lebensmitteln (z.B. Obst, Salat,
Fruchtsäfte, Softdrinks oder Joghurtprodukte) sollte man mit dem
Zähneputzen mind. eine halbe Stunde warten, da sonst die natürliche
Schutzschicht der Zähne angegriffen wird.
Zahnfleisch: Entzündung und Bluten
- Lauwarm mit Spülungen, die Chlorhexidin enthalten, mit Salbeitee
oder Kamillentee spülen.
- Reizende Gegenstände wie Prothesen und Regulierungen
entfernen.
Dauerhafte Verbesserung des Zahnfleischblutens ist nur durch gute
Mundhygiene und Prophylaxe gegen Parodontose zu erreichen.
Keine Plaque – Nur ein Traum?
Falsch: Rundum saubere Zähne können heute von (fast)
jedem erreicht werden – die nötige Disziplin und die passenden
Hilfsmittel vorausgesetzt. Sanfte Borsten, kleinköpfige Zahnbürsten und
raumfüllende Zahnzwischenraum- Bürstchen machen den Traum wahr.
3 mal täglich 3 Minuten sind genug!
Falsch: Weder die Dauer noch die Häufigkeit, sondern
allein das „Wie“ zählen. Für jeden Einzelnen ist die Empfehlung anders, um
das Resultat - rundum saubere Zähne- zu erreichen. Einmal täglich -
gründlich und richtig ist besser als 3 x „husch husch“!
Kreuzborsten und flexibler 3- Komponenten- Griff als ideale Mundhygiene-
Garanten?
Nein: Handelsübliche Zahnborsten mit Kreuzborsten
verfügen meistens über einen zu großen Kopf und über zu harte und zu dicke
Borsten. Ein Federgriff mindert zwar den Druck hinterlässt dafür
ungeputzte Stellen am Zahnfleischsaum. Anschmiegsame weiche Borsten und
kleiner Bürstenkopf leisten gerade hier Wunder. Abfederung ist ein „Muss“
für die Borsten - nicht für den Griff!
Mundspülungen schaffen dort Erfolg, wo die Zahnbürste versagt?
Falsch: Keine Spülflüssigkeit kann Plaque selbstständig
entfernen. Nur die regelmäßige, gründliche manuelle Reinigung des
kritischen Zahnfleisch - Saums und des noch wichtigeren Interdental -
Bürsten schützt nachhaltig.
Zahnprobleme liegen bei uns in der Familie – da kann man nichts machen!
Falsch: Karies und Parodontitis sind keine
Erbkrankheiten- selbst bei genetisch begründeter Zahnschwäche ist
gründliche Mundhygiene die sichere Chance für gesunde Zähne.
Keine Schmerzen, kein Bluten – also kein Problem?
Falsch: Parodontitis ist schmerzlos, Mundgeruch ist
schmerzlos, Karies fängt schmerzlos an. Deshalb kann im kritischen
Interdentalraum die entzündliche und kariogene Plaque während Monaten oder
Jahren unbemerkt ihre zerstörende Wirkung entfalten.
Mundgesundheit ist doch eigentlich egal!
Falsch: Niemand riecht gern aus dem Mund. Niemandem ist
Zahnverlust gleichgültig! Aber wo sich Irrglaube mit Nachlässigkeit paart,
entstehen schwerwiegende Gesundheitsrisiken. Hilfe ist möglich durch
sensibles Bewusstmachen der Zusammenhänge und Selbsthilfe- Möglichkeiten.
Richtige Mundhygiene, einmal erklärt - für immer verstanden!
Falsch: In Sachen Hygiene benötigt jedermann Anleitung
und ständige Anregung! Ohne didaktisch korrekte Unterweisung und
geeigneten Hilfsmitteln, einem mehrstufigen Nachfass- System und
Selbstmotivations- Hilfen (z. B. prüfen, ob sich Zähne „pelzig“
anfühlen) bleibt effektive Plaque-Kontrolle ein Traum.
Zähne härten mit Fluorid
In Verbindung mit Speichel fördert Fluorid die Härtung der Zähne. So
werden die Zähne widerstandsfähiger gegen aggressive Säuren, die von
Plaque-Bakterien im Mund gebildet werden. Zwar ist Fluorid ein natürlicher
Bestandteil der Nahrung, doch meist wird der tägliche Bedarf nicht allein
über die Lebensmittel gedeckt.
Täglich Fluoride sind eine Schutzgarantie!
Falsch: Unter bestehenden Zahnbelägen können Fluoride
nicht schützen. Fluoridierte Plaque ist genau so schädlich wie die
unfluoridierte. Für beide gilt: sie führen zu Approximal-Karies und
Parodontitis - mit Fluor einfach später.
Zahnseide und Mundspülungen
Mit diesen Hilfsmitteln können schwer zugängliche Zahnzwischenräume
erreicht und gesäubert werden. Mundspülungen sind besonders für
Träger von Zahnspangen zu empfehlen.
Schlechter Mundgeruch kommt vom Magen!
Falsch: Abgesehen von Tabak, Kaffee, Knoblauch, Zwiebeln
usw.- Unangenehmer Mundgeruch entsteht durch sich zersetzende Plaque -
Bakterien, die in den Zahnfleischtaschen und auf der Zunge verwesen.
Fluorid – aber wie?
Fluoridhaltige Zahnpasta, Fluorid-Gel oder -Lösung sind die Idee, um
den täglichen Fluorid-Bedarf zu decken.
Auch das Kochen und Würzen mit fluoridhaltigem Speisesalz ist eine gute
Möglichkeit.